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Es werden Posts vom Oktober, 2019 angezeigt.

Warum immer wieder diese Wut?

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Wut ist eine wichtige Emotion, die immer dann auftaucht, wenn irgendetwas z.B. für ein Kind richtig gefährlich oder bedrohlich erscheint. Dabei ist es egal, ob dann Erwachsene denken: „Aber da ist doch gar nichts.“
Wut mobilisiert alle zur Verfügung stehende Kraft und Energie, um die persönliche Unversehrtheit zu schützen oder zu verteidigen. Dabei neigt die Wut dazu, unverhältnismäßig zu sein; Wut wägt nicht ab; losgelassene Wut ist blind.
Die Einschätzung, ob etwas gefährlich ist oder nicht, ist keine vernünftige Entscheidung, sondern eine blitzschnelle emotionale Reaktion unseres autonomen Nervensystems. Dabei werden alle bisher gemachten und als bedrohlich empfundenen Lebenserfahrungen unbewusst mitberücksichtigen: Wann und wie oft bin ich schon in beängstigender Weise zu kurz gekommen? Wo musste ich kämpfen oder mich widersetzen? Wie gut konnte ich mich mit meiner Wut verteidigen? Wie erfolgreich fühlt sich diese Energie der Wut an?
Je öfter das Kind sich mit seiner Wut erfolgreic…

Kinder mit starkem Willen

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Insbesondere Kinder mit einem starken Willen brauchen vor allen Dingen eins: starke Erwachsene. Sie brauchen Eltern, die mit Neugier, Freude und Freundlichkeit, mit Klarheit und Ruhe sowie mit Entschlossenheit und Beharrlichkeit immer wieder den Weg suchen, auf dem die Bedürfnisse, Interessen, Ziele und Werte ihrer Kinder und ihre eigenen Bedürfnisse, Interessen, Ziele und Werte in eine Balance kommen. Diesen Weg zu finden, ist keine einfache Aufgabe, die einmal erledigt ist, sondern die sich fortwährend neu stellt, ständig verändert und immer eine Aufgabe bleibt. Denn wenn in einer Beziehung der Mensch - egal ob Kind oder Erwachsener - hinsichtlich seiner Bedürfnisse, Interessen, Ziele und Werte immer wieder zu kurz kommt, erwachen Ärger, Wut, Kummer, Verzweiflung oder Resignation. Diese emotionalen Zustände, die natürlich nicht auf entspannte soziale Interaktion abzielen, sondern auf die Verteidigung der eigenen körperlichen Unversehrtheit („Bleib mir bloß vom Leib!“) und psychischen …