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Wenn der Wind zu stark für mich ist

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Manchmal ist man mit Menschen in einer Beziehung und hat den Eindruck, dass sie einem nichts Gutes mehr wünschen, sich nur noch gemein und abweisend verhalten und einen in irgendeiner Weise sogar schädigen wollen. Das Zusammensein mit ihnen kann dann auch tatsächlich krankmachend für einen sein. Außer zu starken ablehnenden Gefühlen kann es auch zu echten körperlichen Symptomen von Krankheit und Schwäche kommen, wenn man längere Zeit mit solchen Menschen in Kontakt ist.

Dann kann man sich fragen: „Soll ich diese Person meiden oder sollte ich an dieser Beziehung arbeiten?“

Das ist keine leichte Frage. Die Antwort hängt ganz entscheidend von einem selber ab:
Was will ich?
Was brauche ich?
Wie viel Kraft habe ich?
Was sind meine Ressourcen?


Ein Vergleich mit Flamme und Wind kann das vielleicht verdeutlichen:
Wenn du eine Flamme bist und stärker als der Wind, kann der Wind dir helfen zu wachsen. Wenn du schwächer als der Wind bist, löscht dieser Wind dich aus. Die Kraft dieses Windes ist …

Pubertät: Zeit der Veränderung - Zeit zur Veränderung

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Menschen haben zwei Grundbedürfnisse, die sich im Laufe der Entwicklung vom Baby zum Erwachsenen in ihrer Gewichtung verändern: Einerseits will der Mensch sich in der Gemeinschaft vertrauter und verlässlicher Menschen geborgen, beschützt und sicher fühlen; er will in Kontakt sein und Verbundenheit spüren.Zum anderen will der Mensch die Welt erkunden. Er will sich entfalten können und eigenständig sein, seine Ideen verwirklichen und entsprechend seiner Werte und Vorstellungen leben können.Diese beiden Grundbedürfnisse stehen in Wechselwirkung zueinander. Je größer das Bedürfnis nach sicherem Kontakt ist, desto weniger kann die Welt erkundet und können eigene Vorstellungen gelebt werden; je mehr die Welt erkundet wird, desto weniger kann auf beschützender Menschen zurückgegriffen werden. Für jeden Menschen ist es eine lebenslange Aufgabe, zwischen diesen beiden Bedürfnissen eine individuelle Balance zu finden, aufrecht zu erhalten und neu zu finden. Mit Beginn der Pubertät verändert sich …

Ich schäme mich

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Kennen Sie das Gefühl?


Sie machen oder sagen etwas ohne groß nachzudenken, alles ist okay. Und dann bemerken Sie plötzlich den missbilligenden Blick des anderen. Und schon taucht es auf, das Gefühl der Scham, dass Gefühl, nicht richtig zu sein. Die Situation bekommt plötzlich Zeitlupentempo oder steht still, wo gerade noch Leichtigkeit und Lebendigkeit war und alles im Fluss, ist nun Stillstand und Schwere. Sie senken die Augen oder wenden ein wenig den Blick ab. Vielleicht würden Sie sich jetzt am liebsten in sich verkriechen. Wie kann es jetzt weitergehen?
Scham ist ein Gefühl, das früh im Leben eines Kindes auftaucht. Aus seiner Lebensfreude heraus stößt das Kind auf die Grenze der Eltern und später auch die Grenzen der sozialen Gemeinschaften, der Gesellschaft. „Nein!“ - „Hör auf!“ - „Lass das sein!“ - „Das macht man nicht!“ Das kann sich für ein Kind bedrohlich anhören, weil der Kontakt, die Verbundenheit verloren zu gehen droht. Und als erste Reaktion darauf kommt alles im Kind zum St…