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Das Erleben von Sicherheit

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und unsere körperlichen Aktivierungsmuster

Bin ich sicher?
Mit dieser Frage ist unser autonomes Nervensystem rund um die Uhr beschäftigt. Egal wo wir sind, wohin wir kommen, wem wir begegnen oder was wir vorhaben: Unser autonomes Nervensystem prüft in jedem Fall, und zwar unterhalb unserer bewussten Wahrnehmung, ob wir im Hier und Jetzt sicher sind. Denn nur wenn wir sicher sind, ist auch unser Überleben gesichert. Und genau das ist eine entscheidende Aufgabe unseres autonomen Nervensystems: unser Überleben zu sichern.
Bin ich sicher?
Je nachdem, zu welcher Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage oder Gefahrensituationen unser autonomes Nervensystem kommt, bereitet es unseren Körper mit all seinen Sinnesorganen, den Muskeln, Herz und Lunge, sowie den Verdauungsorganen für eine angemessene, das Überleben sichernde Reaktion vor. Entsprechend seiner Einschätzung, wie groß oder klein die aktuelle Sicherheit, Gefahr oder Bedrohung ist, aktiviert oder beruhigt das autonome Nervensystem Berei…

The Polyvagal Circle

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With this text and the accompanying video (https://youtu.be/ovirbFIOArw) I am going to explain on the basis of the Polyvagal Circle how our autonomic nervous system tries to ensure our survival, further what role experiencing security and connectedness play in this process, and how this can lead to individuals being traumatized. All this will be done on the basis of the Polyvagal Theory of Dr. Stephen Porges.

The autonomic nervous system is part of the comprehensive and multi-layered nervous system of human beings which pervades the whole body.
Simplified, the nervous system is initially made up of the brain. Together with the spinal cord it forms the central nervous system. The task of the central nervous system is to regulate the interaction of all areas and systems in the human body and to make sure they are balanced.
Moreover, the nervous system includes all the nerve tracts that run through our entire body. These include on the one hand the cranial nerves. They usually arise directl…

Wie geht‘s eigentlich deiner mentale Gesundheit?

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Immer wieder ist in letzter Zeit in den Nachrichten zu lesen, dass die mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen abnimmt und psychische Erkrankungen im Schulalter zunehmen. Was können Sie da als Eltern vorsorglich tun, außer natürlich ganz grundlegend zu versuchen, Ihren Kindern ein gesundes Umfeld in Form  erlebbarer Sicherheit auf körperlicher, sozialer und emotionaler Ebene, einer sicheren Bindung und eines ausgewogenen Wechsels von Aktivität und Ruhe zu geben?
Tatsächlich sind darüber hinaus zwei Dinge möglich und sinnvoll:
1. Mit Kindern über Emotionen und Gefühle sprechen
Sie können mit Ihren Kindern über Emotionen und mentale Gesundheit  altersangemessen sprechen, einen guten Umgang mit schwierigen Emotionen entwickeln helfen und gemeinsam über Ursachen für emotionales Verhalten nachdenken. Am besten fangen Sie tatsächlich damit an, wenn Ihre Kinder noch klein sind. Denn dann haben Sie eine gute Grundlage geschaffen für die manchmal recht herausforderndere Zeit der Pubertät un…

Warum immer wieder diese Wut?

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Wut ist eine wichtige Emotion, die immer dann auftaucht, wenn irgendetwas z.B. für ein Kind richtig gefährlich oder bedrohlich erscheint. Dabei ist es egal, ob dann Erwachsene denken: „Aber da ist doch gar nichts.“
Wut mobilisiert alle zur Verfügung stehende Kraft und Energie, um die persönliche Unversehrtheit zu schützen oder zu verteidigen. Dabei neigt die Wut dazu, unverhältnismäßig zu sein; Wut wägt nicht ab; losgelassene Wut ist blind.
Die Einschätzung, ob etwas gefährlich ist oder nicht, ist keine vernünftige Entscheidung, sondern eine blitzschnelle emotionale Reaktion unseres autonomen Nervensystems. Dabei werden alle bisher gemachten und als bedrohlich empfundenen Lebenserfahrungen unbewusst mitberücksichtigen: Wann und wie oft bin ich schon in beängstigender Weise zu kurz gekommen? Wo musste ich kämpfen oder mich widersetzen? Wie gut konnte ich mich mit meiner Wut verteidigen? Wie erfolgreich fühlt sich diese Energie der Wut an?
Je öfter das Kind sich mit seiner Wut erfolgreic…

Kinder mit starkem Willen

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Insbesondere Kinder mit einem starken Willen brauchen vor allen Dingen eins: starke Erwachsene. Sie brauchen Eltern, die mit Neugier, Freude und Freundlichkeit, mit Klarheit und Ruhe sowie mit Entschlossenheit und Beharrlichkeit immer wieder den Weg suchen, auf dem die Bedürfnisse, Interessen, Ziele und Werte ihrer Kinder und ihre eigenen Bedürfnisse, Interessen, Ziele und Werte in eine Balance kommen. Diesen Weg zu finden, ist keine einfache Aufgabe, die einmal erledigt ist, sondern die sich fortwährend neu stellt, ständig verändert und immer eine Aufgabe bleibt. Denn wenn in einer Beziehung der Mensch - egal ob Kind oder Erwachsener - hinsichtlich seiner Bedürfnisse, Interessen, Ziele und Werte immer wieder zu kurz kommt, erwachen Ärger, Wut, Kummer, Verzweiflung oder Resignation. Diese emotionalen Zustände, die natürlich nicht auf entspannte soziale Interaktion abzielen, sondern auf die Verteidigung der eigenen körperlichen Unversehrtheit („Bleib mir bloß vom Leib!“) und psychischen …