Posts

Es werden Posts vom Mai, 2018 angezeigt.

Letzte Möglichkeit: Verhaltensstarre

Bild
Unser Leben ist grundsätzlich bedroht von allerlei Gefahren aus unserer Lebensumwelt und wir sind damit beschäftigt, diese Gefahren abzuwehren, um zu überleben. Damit das effektiv gelingt, hat sich unser Nervensystem darauf spezialisiert, so schnell wie möglich zu erkennen, ob eine Situation sicher oder unsicher ist, ob sich also der gesamte Organismus auf die Situation entspannt einlassen kann oder ob er in die Defensive gehen muss. (siehe Auf der Suche nach Sicherheit). Dabei arbeiten unser Nervensystem und unser Organismus blitzschnell zusammen, ohne die Notwendigkeit, dass unser Bewusstsein darüber informiert oder an den internen Entscheidungen beteiligt wird.
Das Erleben von Sicherheit ist für jeden Menschen ein grundsätzliches Bedürfnis. Erlebte Sicherheit bildet den Rahmen, in dem Wachstum, Entwicklung, Lernen und Gesundheit möglich sind. Leben in Unsicherheit ist Stress für den Organismus und führt auf Dauer zu vielfältigen Krankheit.
Erlebte Unsicherheit wird von unserem Nerven…

Das Erleben von Sicherheit im Miteinander

Bild
Wenn zwei Menschen ein Partnerschaft eingehen, dann tun sie das auch in der Erwartung und Hoffnung, für einander in Liebe da zu sein, sich gegenseitig zu unterstützen und Geborgenheit zu erfahren. Sie suchen immer wieder nach dem Gefühl von Sicherheit im harmonischen Zusammensein. Und diese Sicherheit ist nicht unbedingt ein bewusstes Erleben des Ichs, sondern vielmehr ein körperliches Erfahren des Nervensystems (siehe Auf der Suche nach Sicherheit).
Wenn unser Nervensystem eine Situation als unsicher erlebt - und das muss nicht heißen, dass das Ich das bewusst erlebt - dann schaltet es unseren Körper ohne unser bewusstes Zutun auf Verteidigung oder Angriff und schränkt die Möglichkeiten zur sozialen Interaktion dadurch tatsächlich auf der Körperebene ein. Das führt dann dazu, dass das Miteinander oder die Begegnung schwierig wird, weil die Partner sich nicht mehr erreichen, da alles im Körper mit der Abwehr von Gefahren beschäftigt ist.
Erfahre ich hingegen Sicherheit in der Begegnung …

Auf der Suche nach Sicherheit

Bild
- und was passiert, wenn wir die (nicht) finden
Jeder Mensch hat ein Nervensystem, das die Umwelt wahrnimmt und den Körper an die momentane Situation anpasst. Unser Bewusstsein und unsere klugen Gedanken hinken dem in der Regel hinterher.
Wenn zwei Menschen sich begegnen, dann überprüft jedes der beiden Nervensysteme sofort und fortlaufend, ob das Zusammensein mit dem Anderen ungefährlich oder gefährlich ist. Das können wir gar nicht verhindern. Gelangt unser Nervensystem zu der Einschätzung, dass die Situation gefährlich ist, stellt es unseren Körper auf Angriff oder Flucht ein. Unser Herz pumpt mehr Blut, damit unsere Muskeln gut mit Sauerstoff versorgt sind, unsere Sinnesorgane verengen sich auf die Wahrnehmung von Gefahren und unsere Stimme wird bedrohlich. Wir sind nicht mehr entspannt und zu effektiver sozialer Kommunikation in der Lage. Schätzt unser Nervensystem die Begegnung als ungefährlich ein, wird der Körper automatisch auf soziale Interaktion geschaltet: unserer Stimme entwi…